Erweiterung der Firma PSZ electronic

Die Erweiterung der Firma PSZ electronic im Industriegebiet Im Gstaudach 6 schreitet voran. „Was wir hier an Logistik haben ist einzigartig. Das hat keiner unserer Marktbegleiter“, freut sich kaufmännischer Geschäftsführer Werner Steinbacher, schon auf die fertige Halle.

Die neue 126 Meter lange Logistikhalle soll bis Jahresende fertig sein, der Sozialbereich mit Büro und Kantine im Februar, informierte Steinbacher bei einem Pressegespräch am 07.09.2016. Federführend sind die Vohenstraußer Betriebe Reger-Bau und die Römisch-Industriebau GmbH. Dass hier einheimische Unternehmen zum Zug kommen, sei aus Sicht der Stadt besonders begrüßenswert, meinte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. Für die Elektroinstallation ist die Firma Hägler aus Pfreimd und für die Logistik Jungheinrich aus Hamburg zuständig. Insgesamt kostet die Maßnahme rund vier Millionen Euro.

Die Halle ist 4805 Quadratmeter groß. Auf den Sozialbereich entfallen 341, auf die Kantine 85, das Hochregallager 2600, das Kommissionierlager 1000 sowie auf den Warenein- und Ausgang 670 Quadratmeter. Damit erweitert PSZ electronic seine Logistikkapazität von 1600 auf 4100 Quadratmeter, rechnete Steinbacher vor.

Das Unternehmen will damit vor allem die Effizienz der Ein- und Auslagerungsprozesse steigern. Alles läuft halbautomatisch ab, „Mitarbeiter müssen die Teile noch mit dem Stapler in die Regale befördern“. Künftig gibt es 4700 Palettenstellplätze statt 1500. Spritzgusszentrum und Werkzeugbau werden von 650 auf 1650 Quadratmeter erweitert. „Der derzeitige Spritzgussbereich wird Lager für Verpackungen, Kartonagen und Leergut“, sagte Steinbacher.

PSZ electronic fertigt seit 2003 Kabelkonfektionen und -sätze, Schaltschränke sowie komplette Baugruppen inklusive Spritzgussteile in den Produktionsstätten Tschechien, Albanien und Tunesien für Unternehmen in der Heizungs- und Klimatechnik, im Maschinen-, Anlagen- und Gerätebau, im Sonderfahrzeugbau sowie in der Medizintechnik. Die logistische Abwicklung erfolgt ausschließlich über den Standort Vohenstrauß, an dem mittlerweile 70 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Im Rahmen der Geschäftsentwicklung hat sich abgezeichnet, dass die Kapazität in Vohenstrauß an ihre Grenzen stößt. 2014 habe es daher erste Überlegungen für die Erweiterung gegeben. Konkret seien die Pläne dann 2015 geworden. Die Umsetzung der Baumaßnahme erfolgte im frühen Sommer 2016.